Evi Rhodes, eine engagierte britische Tierschützerin brutal ermodert und beraubt in Ungarn!
Eva Rhodes, eine bekannte Tierschützerin aus England, die seit 12 Jahren in Böny/Nähe Györ/Ungarn lebte, wo sie ein Heim für mißhandelte Tiere führte, sie gesund pflegte ,
und möglichst in Ungarn eine neue Zuhause suchte ist seit 10. September 2008 ca. 18.00 nicht mehr gesehen worden. Wir bitten alle, die etwas bemerkt haben, was zur Aufklärung ihres Verschwindens nützlich sein könnte, sich unverzüglich zu melden.
Zuletzt traf sie ihren englischen Kollegen Gerry William James Brudenell, am 10. September um ca. 18 Uhr in Böny in der Nähe der Bushaltestelle. In Evas Auto saß ein Mann mit dunkler Hautfarbe, der wie ein Roma aussah. Eva sagte zu Gerry, dass sie den Mann engagiert hatte, um die Tiere zu versorgen, während sie ihren seit einem Jahr andauernden Bandscheibenvorfall behandeln lassen wollte. Wir sind über Hinweise zur Identität dieses Mannes dankbar.
Am 18. September um 14 Uhr wurde bei der Polizei in Györ von Evas Schwester eine Abgängigkeitsanzeige erstattet. Die Polizei fand in Evas Tierheim, wo sie auch selbst wohnte, ihre zwei unversperrten PKWs mit Schlüsseln und ein durchwühltes Büro vor. Ein neuer Toshiba Laptop wurde entwendet, und Eva war nicht im Haus. Laut Tierärzten waren die Tiere seit etwa 2-3 Tagen nicht mehr versorgt worden, und einige befanden sich schon in einem schlechtem Zustand.
Diejenigen, die Evas Arbeit und fürsorgliche Liebe für alle Tiere kannten, werden wissen, dass sie niemals ihre Tiere einfach ohne Betreuung im Stich gelassen hätte.
Eva könnte einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein. Sie ist in keinem Spital zu finden.
Eva wurde seit Jahren für Ihre Tätigkeit als Tierschützerin in Ungarn angefeindet , des öfteren bedroht und auch von den Behörden verfolgt. Sie lebte alleine und fast ohne substanzielle Hilfe. Sie hatte auch Angst.
Wir ersuchen um dringende Information, jeder kleinste Hinweis könnte wichtig sein. Um Anruf wird gebeten bei der örtlichen Polizei (Tel:107 ) und/oder unter folgenden Telefonnummern: 0043 1 535 75 16
Bitte helfen Sie mir meine Schwester zu finden.
| Majlath Judith (Evas Schwester in Wien) |
0043 1 5357516 |
auf Deutsch, Englisch, Ungarisch, Italienisch |
| Sophie Barta (Evas Tochter) |
0044 (0)7776140710 |
auf Englisch, Italienisch in England |
03.09.2010 - Györ/Wien (APA)
Ungarn/Österreich/Großbritannien/Polizei/Justiz/CEE
Mordfall Rhodes - Ungarisches Gericht lehnt britische Amtshilfe ab
Urteil gegen mutmaßlichen Täter nächste Woche zu erwarten - Schwester der Ermordeten: Ungarischer Polizei- und Justizskandal
Györ/Wien (APA) - Im Mordfall Eva Rhodes hat das zuständige ungarische Gericht in Györ am Freitag den Antrag der Angehörigen abgelehnt, die britischen Behörden um Unterstützung bei der Vervollständigung der gerichtsmedizinischen Untersuchungen und bei der Feststellung des Tatherganges zu ersuchen. Dies meldet die ungarische Nachrichtenagentur MTI. Ohne genaue Kenntnis des Tatherganges wird es nach Einschätzung von Prozessbeobachtern schwierig sein, zu beurteilen, ob es sich um vorsätzlichen Mord, wie die Angehörigen betonen, oder um Totschlag im Affekt gehandelt hat, wie die Verteidigung sagt. Die Ablehnung des Antrages wurde vom Gericht nicht begründet.
Der mutmaßliche Täter steht in Györ seit April 2010 vor Gericht. Die sterblichen Überreste der 2008 ermordeten Tierschützerin befinden sich auf Betreiben der Familie in London.
Die Schwester der Ermordeten, die österreichische Abrüstungsaktivistin Judith Majlath, zeigt sich empört über die Ablehnung des Antrages auf Einbindung britischer Spezialisten. Das Gericht wolle das Urteil offenbar aufgrund der unvollständigen ungarischen Forsensik fällen und sei damit letztlich von den Aussagen und Schutzbehauptungen des Täters abhängig. Drei Experten hätten in der Verhandlung Freitagvormittag eingeräumt, dass die in Ungarn durchgeführten Untersuchungen viele Fragen offen ließen. Aufgrund der ungarischen Forsenik könne man nicht einmal feststellen, wie und woran Eva Rhodes starb. Die Verteidigung plädierte deshalb bereits auf Freilassung aus Mangel an Beweisen.
Majlath betont, dass sie dem ungarischen Gericht bereits vor dem Sommer eine Studie der britischen Spezialistin Julie Roberts übergeben habe, die auf die Analyse von verbrannten und fragmentierten Leichenteilen spezialisiert ist und auch im bosnischen Srebrenica Untersuchungen durchgeführt hat. Die Lücken der ungarischen Untersuchungen seien in dieser Expertise nachzulesen. Judith Majlath spricht von einem ungarischen Polizei- und Justizskandal, der in der EU nicht toleriert werden dürfe.
Vor dem Hintergrund der Julie-Roberts-Expertise hatten sich britische Polizeikreise bereits zuvor verwundert über die Ermittlungsarbeit der ungarischen Polizei im Mordfall Rhodes gezeigt. Die Berichte aus Ungarn erweckten den Eindruck, dass bei der Absicherung des Tatortes, der Sicherung von Spuren und Beweisen und bei der Forensik "gravierende Fehler" gemacht wurden, räumte ein Polizeibeamter, der anonym bleiben wollte, gegenüber der APA ein. Scotland Yard wäre bereit, etwas zu tun, und habe diese Bereitschaft auch signalisiert, doch Ungarn hat das erforderliche Ansuchen nicht gestellt.
Eva Rhodes verschwand am 10. September 2008 in Westungarn. Sieben Monate später wurden ihr Schädel und einige wenige Knochenstücke auf dem Grundstück des Tierheims gefunden. Der Rest des Leichnams ist bis heute verschwunden. Rhodes war englische Staatsbürgerin und betrieb in Böny-Szölöhegy nahe der österreichischen Grenze ein Tierheim.
Das Urteil in Györ dürfte für nächste Woche zu erwarten sein.
30.04.2010
von Hans Breitegger
Mordprozess Eva Rhodes lässt viele Fragen offen
Im Mordfall Eva Rhodes wird am Mittwoch das Urteil erwartet. Für die Schwester des Opfers ist damit das Verbrechen noch lange nicht geklärt.
In den 60er-Jahren Schauspielerin und Model: Eva Rhodes
Die Tierschützerin Eva Rhodes (65) wurde im September 2008 auf ihrem Anwesen in Böny-Szölöhegy nahe der österreichischen Grenze niedergeschlagen und bei lebendigem Leib verbrannt. Gegen Csaba A. (30), der diesen bestialischen Mord gestanden hat, soll am Mittwoch im Komitatsgericht Györ (Ungarn) das Urteil gefällt werden. Wie immer der Spruch des Schöffengerichts lautet, für die Schwester des Opfers ist der Mord nicht geklärt.
Die österreichische Friedensaktivistin Judith Majlath ärgert sich über den Richter und über die Staatsanwältin. "Es ist unfassbar, wie die Justiz den Fall meiner Schwester abwickelt. Alle Beweisanträge, die wir gestellt haben, wurden abgelehnt. Unsere Anwälte wurden nicht angehört. Das Vorleben des Täters wurde nicht durchleuchtet."
Eine Frau, die den mutmaßlichen Mörder vom Tatort weggebracht hatte, war vom Gericht als Kronzeugin geladen. Doch sie blieb dem Prozess fern. Ihr Hausarzt bescheinigte ihr Panikattacken. Daraufhin begaben sich Richter und Staatsanwältin zu dieser Kronzeugin, um sie zu vernehmen - ohne Schöffen.
Ihre Aussage wurde auf Video aufgezeichnet und sollte bereits vor einer Woche im Gerichtssaal vorgespielt werden. Dieser Termin wurde aber verschoben. Die Aufzeichnung müsse zuerst "von einem Informatiker bearbeitet werden", begründete der Richter seine Entscheidung. "Unfassbar", sagt Judith Majlath. "Die Aussage dieser wichtigen Zeugin soll erst heute, vor der Urteilsverkündigung, bekannt gegeben werden."
Rolle der Polizei undurchsichtig
Undurchsichtig ist auch die Rolle der Polizei. Die Ermittlungen wurden erst durch den Druck der englischen Behörden sowie des Ex-Außenministers und Tory-Abgeordneten Malcolm Rifkind vorangetrieben. Eva Rhodes war englische Staatsbürgerin. Sie hatte vor ihrem Tod vor dem Europäischen Gerichtshof ein Verfahren gegen die ungarische Polizei gewonnen. Der Polizist, der durch sein Fehlverhalten das Verfahren ausgelöst hatte, war später - obwohl er befangen war - an den Mordermittlungen und der Festnahme des Verdächtigen beteiligt.
26.04.2010
Wien (APA)
Ungarn/Österreich/Wahlen/Polizei/Kriminalität/CEE
Ungewöhnlicher Appell: Orban soll Polizeiapparat reformieren
Utl.: Abrüstungsaktivistin Judith Majlath verstärkt Kritik an ungarischer Polizei - Mordprozess im Fall Eva Rhodes geht am Dienstag weiter
Wien (APA) - Nach dem Machtwechsel in Ungarn hofft die österreichische Abrüstungsaktivistin und Kritikerin der ungarischen Polizei, Judith Majlath, auf eine umfassende Reform und einen Umbau des ungarischen Polizeiapparats. Die künftige Regierung des Wahlsiegers Viktor Orban werde einen Polizeiapparat aufbauen müssen, der besser als der jetzige ausgebildet sei und der sich voll und ganz den Menschenrechten verpflichte. Auch müssten in Ungarn alle Reste des "Spinnengewebes der Korruption" beseitigt werden, formulierte Majlath am Sonntagabend gegenüber der APA.
Ungarn habe "den Ungeist der kommunistischen Apparatschiks" noch nicht völlig überwunden. Das Land brauche eine Polizei, Strafverfolgungsbehörden und eine Justiz nach westeuropäischen Standards, sagte die Direktorin der Österreich-Sektion der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Internationalen Kampagne für ein Verbot von Landminen.
Auf eine diesbezügliche Frage betonte Majlath, dass sie die Polizeiermittlungen bei der Ermordung ihrer Schwester, der britischen Tierschützerin Eva Rhodes, in Zusammenarbeit mit britischen Experten aufgearbeitet habe. Der Vergleich mit anderen Todesfällen, wie jenem der französischen Austauschstudentin Ophelie Bretnacher in Budapest und mit anderen Gewalttaten gegen Ausländer in Budapest und Westungarn zeige "ähnliche Muster der Ineffizienz und auch der Nachlässigkeit in der Polizeiarbeit". Der erste Reflex der Polizei gehe oft in die Richtung: "Das Opfer ist selber schuld", kritisiert Majlath.
Beim Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder von Eva Rhodes im westungarischen Györ kam es vergangene Woche zu einem Eklat. Der Richter des Komitatsgerichts lehnte die Zeugenaussage der eigens aus Großbritannien angereisten Tochter der Ermordeten ebenso ab wie einen Antrag des Anwalts der Angehörigen, eine Liste mit Zeugen und Beweisen vorlegen zu können. Prozessbeobachter zeigten sich über die Vorgänge verwundert.
Der Angeklagte Csaba A. (30) legte bereits am ersten Verhandlungstag am Dienstag ein Geständnis ab. Er habe Eva Rhodes (65) getötet und beraubt. Der Prozess brachte grausame Details ans Tageslicht. Der Angeklagte gab zu, Eva Rhodes niedergeschlagen, mit drei Liter Benzin übergossen und angezündet zu haben. Er benutzte auch Teerpappe, die auf dem Anwesen lag. Csaba A. versäumte nicht, an das ungarische Nationalgefühl zu appellieren. Die Ermordete habe verächtlich über das Land und die Leute gesprochen. Nach Angaben des Pathologen war die Frau nur bewusstlos, als ihr Körper in Flammen aufging.
Eva Rhodes verschwand am 10. September 2008 in Westungarn. Sieben Monate später wurden ihr Schädel und einige wenige Knochenstücke auf dem Grundstück des Tierheims gefunden. Der Rest des Leichnams wurde bis heute nicht gefunden. Rhodes war englische Staatsbürgerin und betrieb in Böny-Szölöhegy nahe der österreichischen Grenze ein Tierheim - zum Missfallen der Nachbarn und der örtlichen Polizei.
Im Oktober 2002 kam es bei einem Polizeieinsatz auf dem Anwesen von Eva Rhodes zu einem Zwischenfall mit einem Polizeibeamten. Der Fall endete vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg; Ungarn wurde wegen eines unverhältnismäßigen Polizeieinsatzes verurteilt und musste Schadenersatz zahlen.
Die Tochter der Ermordeten, Sophie Bartha, fordert eine Neuaufnahme der Untersuchung des Mordfalls. Sie werde nicht ruhen, bis die genauen Umstände der Ermordung ihrer Mutter geklärt seien, sagte sie in der Vorwoche in einem Interview mit der ungarischen Zeitung "Blikk". "Meine Mutter war übergewichtig. Deswegen halte ich es für unmöglich, dass ein Mann sie allein mehrere hundert Meter getragen haben kann." Sophie Barta vermutet, dass der Täter Mithelfer hatte. Die Verhandlung wird kommenden Dienstag fortgesetzt.
22.04.2010
von Hans Breitegger
Opfer lebendig verbrannt
Erschütternde Details im Mordfall Eva Rhodes (65): Die Tierschützerin wurde in Ungarn bei lebendigem Leib verbrannt. Der mutmaßliche Mörder ist vor Gericht geständig.
In den 60er-Jahren Schauspielerin und Model: Eva Rhodes
Komitatsgericht Györ, Westungarn: Seit Dienstag muss sich Csaba A. (30) wegen Mordes verantworten. Er ist geständig, das Ex-Model und die spätere Tierschützerin Eva Rhodes (65) auf grausame Weise getötet und beraubt zu haben. Rhodes war englische Staatsbürgerin und betrieb in Böny-Szölöhegy, nahe der österreichischen Grenze, ein Tierheim. Am 10. September 2008 verschwand sie.
Erst ein halbes Jahr später wurden ihr Schädel und einige wenige Knochenstücke gefunden. Seither befinden sich die sterblichen Überreste in den Händen von Scotland Yard, denn die Schwester des Opfers, die in Wien lebende Friedensaktivistin Judith Majlath, ist überzeugt, dass nur die englischen Spezialisten den Mord restlos aufklären können. Weder die ungarische Polizei, noch die Justiz hätten ernsthaftes Interesse daran, kritisiert Majlath.
Der erste Prozesstag in Györ brachte erschütternde Details ans Tageslicht. Csaba A. gab zu, Eva Rhodes niedergeschlagen zu haben, danach mit drei Liter Benzin übergossen und angezündet zu haben. Er benutzte dabei auch Teerpappe, die auf dem Anwesen lag. Laut Pathologe war die Frau nur bewusstlos, als ihr Körper in Flammen aufging. Während das Opfer im Hof langsam verbrannte, begab sich der Angeklagte in die Wohnung der Frau und rief mehrere Sexhotlines an. Danach versuchte er, den noch nicht vollständig verkohlten Körper mit einer Mistgabel zu zerstückeln. Dabei dürfte er den Kopf abgetrennt haben.
Csaba A. vor Gericht: "Es ist nur ein Rucksack voll klebriger Teermasse übrig geblieben." Tatsächlich hatte er aber den Schädel und fünf Knochenstücke auf dem Anwesen vergraben.
Für Judith Majlath sind bisher viele Fragen unbeantwortet geblieben. Sie kritisiert auch, dass die Tochter der Verstorbenen den 1000 Seiten dicken Gerichtsakt erst jetzt bekommen hatte und sich daher als Privatbeteiligte auf den Prozess nicht vorbereiten konnte. Außerdem: Eine Kronzeugin behauptet plötzlich, an Panikattacken zu leiden. Sie kam daher nicht zur Verhandlung nach Györ.
19.04.2010
von Hans Breitegger
Getötet und verbrannt: Mordprozess um Ex-Modell
Der brutale Mord an dem britischen Ex-Model Eva Rhodes, die zuletzt Tierschützerin in Ungarn war, sorgte für Aufsehen. Am Dienstag beginnt in Györ der Prozess gegen den mutmaßlichen Täter
In den 60er-Jahren Schauspielerin und Model: Eva Rhodes
Angeklagt ist der 30-jährige Csaba A. Er muss sich ab Dienstag im westungarischen Györ wegen Raubmordes an der britischen Tierschützerin Eva Rhodes (65) verantworten. Das ehemalige Model, das in den 60er-Jahren in einem von Yoko Ono gedrehten Film die Hauptrolle gespielt hat, verschwand am 10. September 2008. Die Frau hatte in Böny-Szölöhegy, einem Ort nahe der österreichischen Grenze, ein Tierheim betrieben und sich damit den Unmut der Nachbarn und der Polizei zugezogen. Denn bei einem Polizeieinsatz auf ihrem Anwesen kam es zu einem Zwischenfall mit einem Beamten. Der Fall endete vor dem Europäischen Gerichtshof, die Polizei wurde verurteilt und musste Schadenersatz zahlen.
Ermittlungen absichtlich verzögert?
Für die in Wien lebende Abrüstungsaktivistin Judith Majlath - sie ist die Schwester der Ermordeten - ein möglicher Grund, warum die Polizei in Györ wichtigen Spuren nicht nachgegangen war. Bis zur Verhaftung des Verdächtigen sollten nämlich Monate vergehen. Erst als die britische Öffentlichkeit vom Verschwinden Rhodes' erfahren hat, kam Bewegung in den Fall. Ex-Außenminister und Tory-Abgeordneter Malcolm Rifkind verlangte sogar, dass Scotland Yard in die Ermittlungen einbezogen werden sollte. Die Ungarn lehnten ab, begannen nun aber selbst mit Mordermittlungen.
"Spuren wurden negiert"
"Bis dahin war der Fall meiner Schwester ein gewöhnlicher Vermissten-Fall", kritisiert Judith Majlath . Die Friedensaktivistin hatte bereits Anfang Oktober 2008 auf eigene Faust eine Hundestaffel mit einer Suchaktion beauftragt. Damals hätten drei Leichenhunde im Auto ihrer Schwester angeschlagen. Man habe Blutspuren entdeckt. Außerdem sei der Zündschlüssel gesteckt. Majlath: "Diese Spuren wurden negiert."
Im April 2009 präsentierte die Polizei schließlich einen Täter, den 30-jährigen Csaba A. Er soll Rhodes erschlagen, angezündet und verscharrt haben. Einige wenige Leichenteile konnten sichergestellt werden. Motiv: Raub. Beute: 23,50 Euro.
Die beiden Frauen hatten nach der Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes durch die Rote Armee ihre Heimat verlassen. Judith Majlath blieb in Wien, ihre Schwester heiratete einen Engländer.
16.04.2010
Wien (APA)
Ungarn/Österreich/Großbritannien/Kriminalität/Polizei/Justiz/CEE
Mordfall Rhodes: Prozess gegen mutmaßlichen Täter ab Dienstag in Györ
Utl.: Angehörige erheben nach wie vor schwere Vorwürfe gegen die Polizei
Györ/Budapest/Wien (APA) - Der Prozess gegen den mutmaßlichen Mörder der britischen Tierschützerin Eva Rhodes beginnt am kommenden Dienstag vor dem zuständigen Komitatsgericht im westungarischen Györ. Das Ex-Model der 60-er Jahre, das auch in einem von Yoko Ono gedrehten Film die Hauptrolle gespielt hatte, war im September 2008 in der Nähe von Györ verschwunden. Nachdem die Polizei nach ungarischen Medienberichten lange Zeit von Tötung im Affekt ausgegangen war, lautet die Anklage jetzt auf Mord und Raub. Die Angehörigen des Opfers, die in Wien lebende Abrüstungsaktivistin Judith Majlath, sowie die in London lebende Tochter Sophie B. und die Enkelin, hoffen auf Gerechtigkeit.
Der des Mordes Angeklagte Csaba A. soll Eva Rhodes auf dem Hof ihres Tierheims in Böny nahe Györ erschlagen und verbrannt haben. Majlath, die nach dem Mord unermüdlich selbst recherchiert und die Akten studiert hatte, erhebt schwere Vorwürfe gegen die Polizeiarbeit und spricht von einer "lückenhaften Anklage". Beweise seien nicht rechtzeitig gesichert worden, sodass der Ablauf des Mordes nicht völlig geklärt werden konnte. Unter anderem sei die erschütternde Frage offen geblieben, ob der Täter sein Opfer bei lebendigem Leib verbrannt habe, beklagt Majlath gegenüber der APA.
Beunruhigt zeigt sich Majlath über möglicherweise lancierte ungarische Medienberichte, wonach es sich "lediglich" um Tötung im Affekt gehandelt habe. Der Täter sei dem Boxsport nachgegangen und habe die Folgen seiner Schläge genau einschätzen können. "Meine letzte Hoffnung liegt in der Justiz, der zuständige Richter besitzt den Ruf von großer Genauigkeit und Professionalität", sagt Majlath, die ebenso wie die Tochter der Ermordeten am Prozess in Györ teilnehmen wird.
Die österreichische Abrüstungsaktivistin und Direktorin der Österreichischen Sektion der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen appelliert an die Justiz ihrer ehemaligen Heimat, dem Verbrechen auf den Grund zu gehen und ein gerechtes Urteil zu fällen. 1956 war Majlath bei der Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes mit ihrer Schwester in den Westen geflüchtet.
Die Polizei habe nach Bekanntwerden des Verschwindens ihrer Schwester Zeit vergeudet und entgegen der Beweislage monatelang behauptet, es seien keine Hinweise für Fremdverschulden zu finden. Der Tatort sei nicht abgesperrt, das Fahrzeug der Ermordeten nicht untersucht worden. Nicht einmal dem Telefonbuch des Opfers habe die Polizei die nötige Aufmerksamkeit geschenkt, obwohl Name und Telefonnummer des mutmaßlichen Täters dort in großen Buchstaben eingetragen waren. Schließlich habe sich ihre Schwester vor ihrem Verschwinden bedroht gefühlt, die Polizei sei auch diesen Hinweisen nicht nachgegangen. Majlath spricht von einem "Polizeiskandal", den sie detailliert beweisen könne.
07.09.2009 - Wien (APA)
Ungarn/Österreich/Großbritannien/Kriminalität/Polizei/CEE
Judith Majlath kritisiert Ungarn: Mordfall Eva Rhodes kein Einzelfall
Utl.: Scharfe Kritik an Polizei-Versäumnissen zum Jahrestag der Öffnung der ungarisch-österreichischen Grenze =
Wien (APA) - Mit einem dramatischen Appell wendet sich die Schwester der in Ungarn ermordeten Tierschützerin Eva Rhodes anlässlich des 20. Jahrestages der Öffnung der Grenze zwischen Österreich und Ungarn an die ungarische Politik: Ungarn solle nicht nur den Fall des Eisernen Vorhanges feiern, sondern sich ehrlich bemühen, nach 20 Jahren in allen Bereichen europäische Standards herzustellen, forderte die österreichische Abrüstungsaktivistin und Direktorin der Österreichischen Sektion der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten Internationalen Kampagne zum Verbot von Landminen am Sonntag in einer Aussendung.
Sie wisse aus eigener leidvoller Erfahrung, dass es Unprofessionalität bei Behörden und der Polizei sowie "Vertuschungs-und Einschüchterungsversuche wie zu KP-Zeiten" gebe. Besorgniserregend findet die gebürtige Ungarin Majlath, die sich für ein Verbot von Landminen und Streubomben engagiert, insbesondere den Umgang der ungarischen Behörden mit Verbrechen, denen Westeuropäer zum Opfer gefallen seien. Es werde offenkundig nicht mit aller Kraft ermittelt, sondern "vergessen und verdrängt - offenbar um Morde und Gewalttaten gegen Ausländern nicht zugeben und in die Kriminalstatistiken aufnehmen zu müssen". Insgesamt würden in Ungarn nach ungarischen Medienberichten 4500 Ausländer vermisst, führte Majlath aus.
Der brutaler Raub-Mord an Eva Rhodes im September 2008 stehe keineswegs alleine da, betonte Majlath. So sei im Oktober 2008 die irische Studentin Aoife King durch einen Autoraser getötet worden, der Fahrerflucht beging und nie gefunden wurde. Im Dezember 2008 verschwand die französische Erasmus-Austauschstudentin Ophelie Bretnacher, ihre Leiche wurde im Februar in der Donau gefunden. Die Polizei sprach von Selbstmord, eine Theorie, die Familie und Freunde der jungen Frau für abwegig und absurd halten. Ein Zusammenhang mit dem Beruf des Vaters von Ophelie, der im Ölgeschäft ist, sei keinesfalls auszuschließen. Wenig später wurde eine amerikanische Studentin in Budapest Opfer einer Gewalttat und schwer verletzt. Allen Fällen sei gemeinsam, dass die Polizei sich zu irgendwelchen Theorien verstiegen und nicht sofort wegen Fremdverschuldens ermittelt habe, argumentierte Majlath, die seit Monaten die Begleitumstände der Ermordung ihrer Schwester recherchiert.
Im Fall Eva Rhodes habe die ungarische Polizei über sieben Monate wiederholt behauptet, keine Hinweise für Fremdverschulden gefunden zu haben. Ernsthaft ermittelt wurde erst zu dem Zeitpunkt, als der britische Ex-Außenminister Sir Malcolm Rifkind sich der Sache angenommen habe. Dann aber war der mutmaßliche Mörder innerhalb von Tagen gefasst. Dabei habe sie selbst die Polizei auf den Namen des Verdächtigen aufmerksam gemacht, der mit ihrer ermordeten Schwester auf einem Überwachungsvideo zu sehen gewesen sei. Nach 11 Monaten habe Ihr die Polizei in Györ das Telefonbuch Ihrer Schwester mit dem Hinweis zurückgegeben, dass man es nicht mehr benötige. Der mutmaßliche Mörder war dort mit der Handschrift ihrer Schwester in großen Buchstaben eingetragen.
Anhand dessen hätte die Polizei den Mord praktisch vor einem Jahr aufklären können, ist Majlath heute überzeugt. "Das ist ein Armutszeugnis eines arroganten Polizeiapparates, dem Ausländer ausgeliefert sind", formulierte Majlath. "Ich bin mit einer Polizei konfrontiert, die Alibiaktionen gesetzt und anstatt intensiver Fahndung versucht hat, die Angehörigen des Mordopfers einzuschüchtern", beklagte die Schwester der ermordeten Tierschützerin. "Das ist ein Skandal. Ungarn ist noch nicht in Europa angekommen."
Rifkind hatte die Haltung der ungarischen Behörden im Fall Eva Rhodes im Juli offen kritisiert. Es gebe Besorgnis, dass die ungarischen Behörden die Angehörigen des Mordopfers "nicht in angemessener Weise unterstützt und informiert" hätten, schrieb er an den britischen Außenminister David Miliband. Der Fall sei in der Zuständigkeit der ungarischen Behörden und es sei wichtig, dass die Ermittlungen über die Hintergründe des Todes von Eva Rhodes "jetzt ihren Weg gehen". Die Anklage gegen den geständigen mutmaßlichen Täter wird im Herbst des heurigen Jahres erwartet. Majlath kündigte an, die Arbeit der Polizei und der Justiz weiter zu verfolgen und verlangte "eine lückenlose Aufklärung des brutalen Mordes" an Ihre Schwester.
01.08.2009

Behörden unter Beschuss
Wien (SN-akr, APA). Der Mordfall Eva Rhodes schlägt weiter Wellen: Trotz der Verhaftung des vermeintlichen Mörders der Tierschützerin im April will die Kritik an den ungarischen Behörden nicht verstummen.
Die Vorgeschichte: Am 10. September 2008 verschwindet das ehemalige Model Rhodes bei Györ in Ungarn unter mysteriösen Umständen. Es folgt ein monatelanger verzweifelter Kampf ihrer Schwester, der österreichischen Abrüstungsaktivistin Judith Majlath. Ende April werden schließlich die Überreste von Rhodes gefunden. Ein Mitarbeiter soll die Frau bei einem Raubmord erschlagen, verbrannt und verscharrt haben. Doch Majlaths Zweifel bleiben. „Die ungarische Polizei hat die Morduntersuchungen erst eingeleitet, als der Mörder bereits gefasst war. Das ist bezeichnend für die unprofessionelle Arbeit der Polizei“, sagt sie.
Ein Vorwurf, der auch die Behörden in Großbritannien – wo Rhodes verheiratet war – auf den Plan ruft. Der britische Abgeordnete und frühere Außenminister Malcolm Rifkind bestätigt in einem Schreiben, dass es in dem Fall durchaus „Fehler“ gegeben haben könnte. Ein Eingreifen der britischen Behörden derzeit schließt er aber aus, da die Ermittlungen zum Tod von Rhodes „jetzt ihren Weg gehen“ würden.
Ein Argument, das Rhodes Schwester mit Sorge erfüllt. „Ich habe Angst, dass die Polizei in Ungarn den Fall nicht als Mord, sondern als Totschlag verhandelt, als Affekthandlung sozusagen.“ Doch mit einem Affekt hat die Tat laut Majlath nichts zu tun. „Man kann niemanden im Affekt erschlagen, verbrennen, vergraben und berauben“, ist die Wienerin sicher.
Dass die Tat von langer Hand geplant sein könnte, zeigt auch ein anderer Fakt: „Ich habe eine Zeugenaussage, dass der Mörder am Abend vor der Tat eine Bekannte angerufen hat, damit sie ihn tagsdarauf weit entfernt von Evis Grundstück abholt. Das ist kaltblütig“, sagt Majlath, die eines will: „Evi können wir nicht zurückbringen, aber der Fall muss lückenlos aufgeklärt werden.“
14.07.2009 - DiePresse.com
Mordfall Eva Rhodes schlägt in Großbritannien Wellen
Die Tierschützerin Eva Rhodes wurde im Frühjahr in Ungarn Opfer eines Mordes. Nun kommt Kritik aus England, die Behörden hätten die Angehörigen des Opfers "nicht in angemessener Weise unterstützt und informiert".
Der britische Abgeordnete und frühere Außenminister Malcolm Rifkind kritisiert die Haltung der ungarischen Behörden im Fall der in Westungarn ermordeten Tierschützerin Eva Rhodes. Es gebe Besorgnis, dass die ungarischen Behörden die Angehörigen des Mordopfers "nicht in angemessener Weise unterstützt und informiert" hätten, heißt es in einem Schreiben des Abgeordneten an den britischen Außenminister David Miliband.
Rifkind verlangt von Miliband "geeignete Schritte", um sicherzustellen, dass die Schwester und die Tochter von Eva Rhodes von den ungarischen Behörden künftig "in angemessener Weise unterstützt" werden.
Möglicherweise "Fehler" und "unpräzise Berichte"
In einem weiteren Schreiben an die Schwester von Eva Rhodes, die Österreicherin Judith Majlath, versichert Rifkind, dass er den Fall auch weiterhin beobachten werde. Er könne durchaus der Fall sein, dass es im Umgang der ungarischen Behörden mit dem Fall Eva Rhodes "Fehler" gegeben und dass in der ungarischen Presse "unpräzise Berichte" aufgetaucht seien. Dennoch sehe er keinen Grund, dass von britischer Seite bei den ungarischen Behörden interveniert werde. Der Fall sei in der Zuständigkeit der ungarischen Behörden und es sei wichtig, dass die Ermittlungen über die Hintergründe des Todes von Eva Rhodes "jetzt ihren Weg gehen".
Kritik von Schwester des Opfers
Die Schwester, die Abrüstungsaktivistin Judith Majlath, kritisierte, dass in der ungarischen Presse Artikel lanciert worden seien, die den Mord an ihrer Schwester als Affekthandlung darstellten und die mit den ihr bekannten Polizeiakten und auch ihren eigenen Recherchen nicht in Einklang zu bringen seien. Es bestehe die Gefahr, dass die ungarische Öffentlichkeit darauf eingestimmt werden solle, dass der geständige Täter lediglich wegen Totschlages und nicht wegen Mordes verurteilt werde. Majlath verlangt die volle Aufklärung der Bluttat sowie eine Untersuchung der sterblichen Überreste ihrer Schwester in Großbritannien, wo die Tochter und die Enkelin von Eva Rhodes leben.
Majlath kritisierte insbesondere, dass es ihr nicht ermöglicht wurde, nach dem Auffinden der Überreste im April an einer Polizei-Pressekonferenz in Györ teilzunehmen. Ihre Schwester habe bereits zu Lebzeiten Morddrohungen erhalten und es sei unfassbar, dass in Medienberichte "mit dem Täter geradezu sympathisiert wird". Auch die Tatsache, dass Tiere, die aus dem Tierheim ihrer Schwester nach der Tat verschwunden seien, jetzt plötzlich von einer Tierschutzorganisation in Österreich zum Verkauf angeboten werde, werfe viele Fragen auf. Immerhin sei ihre Schwester von vermeintlichen Tierschützern in Ungarn bedroht worden.
Die ungarische Polizei hatte am 22. April bestätigt, dass Eva Rhodes Opfer eines Mordes geworden ist. Ein 30-jähriger Mann habe gestanden, Rhodes auf dem Hof ihres Tierheimes in Böny-Szölöhegy erschlagen, verbrannt, verscharrt und beraubt zu haben. Zuvor hatte sich die Schwester monatelang vergeblich bemüht, dass in Ungarn im Fall ihrer verschwundenen Schwester auch wegen Mordes ermittelt wird.
14.07.2009 - Wien (APA)
Ungarn/Österreich/Großbritannien/Kriminalität/Polizei/CEE
Mordfall Eva Rhodes schlägt in Großbritannien Wellen
Utl.: Ex-Außenminister Rifkind kritisiert Haltung der ungarischen Behörden - Ermittlungsfehler und lancierte Presseberichte? =
London/Wien (APA) - Der britische Abgeordnete und frühere Außenminister Malcolm Rifkind kritisiert die Haltung der ungarischen Behörden im Fall der in Westungarn ermordeten Tierschützerin Eva Rhodes. Es gebe Besorgnis, dass die ungarischen Behörden die Angehörigen des Mordopfers "nicht in angemessener Weise unterstützt und informiert" hätten, heißt es in einem Schreiben des Abgeordneten an den britischen Außenminister David Miliband. Rifkind verlangt von Miliband „geeignete Schritte“, um sicherzustellen, dass die Schwester und die Tochter von Eva Rhodes von den ungarischen Behörden künftig "in angemessener Weise unterstützt" werden.
In einem weiteren Schreiben an die Schwester von Eva Rhodes, die Österreicherin Judith Majlath, versichert Rifkind, dass er den Fall auch weiterhin beobachten werde. Er könne durchaus der Fall sein, dass es im Umgang der ungarischen Behörden mit dem Fall Eva Rhodes "Fehler" gegeben und dass in der ungarischen Presse "unpräzise Berichte" aufgetaucht seien. Dennoch sehe er keinen Grund, dass von britischer Seite bei den ungarischen Behörden interveniert werde. Der Fall sei in der Zuständigkeit der ungarischen Behörden und es sei wichtig, dass die Ermittlungen über die Hintergründe des Todes von Eva Rhodes „jetzt ihren Weg gehen“.
Die Schwester, die Abrüstungsaktivistin Judith Majlath, kritisierte, dass in der ungarischen Presse Artikel lanciert worden seien, die den Mord an ihrer Schwester als Affekthandlung darstellten und die mit den ihr bekannten Polizeiakten und auch ihren eigenen Recherchen nicht in Einklang zu bringen seien. Es bestehe die Gefahr, dass die ungarische Öffentlichkeit darauf eingestimmt werden solle, dass der geständige Täter lediglich wegen Totschlages und nicht wegen Mordes verurteilt werde. Majlath verlangt die volle Aufklärung der Bluttat sowie eine Untersuchung der sterblichen Überreste ihrer Schwester in Großbritannien, wo die Tochter und die Enkelin von Eva Rhodes leben.
Majlath kritisierte insbesondere, dass es ihr nicht ermöglicht wurde, nach dem Auffinden der Überreste im April an einer Polizei-Pressekonferenz in Györ teilzunehmen. Ihre Schwester habe bereits zu Lebzeiten Morddrohungen erhalten und es sei unfassbar, dass in Medienberichte "mit dem Täter geradezu sympathisiert wird". Auch die Tatsache, dass Tiere, die aus dem Tierheim ihrer Schwester nach der Tat verschwunden seien, jetzt plötzlich von einer Tierschutzorganisation in Österreich zum Verkauf angeboten werde, werfe viele Fragen auf. Immerhin sei ihre Schwester von vermeintlichen Tierschützern in Ungarn bedroht worden.
Die ungarische Polizei hatte am 22. April bestätigt, dass Eva Rhodes Opfer eines Mordes geworden ist. Ein 30-jähriger Mann habe gestanden, Rhodes auf dem Hof ihres Tierheimes in Böny-Szölöhegy erschlagen, verbrannt, verscharrt und beraubt zu haben. Zuvor hatte sich die Schwester monatelang vergeblich bemüht, dass in Ungarn im Fall ihrer verschwundenen Schwester auch wegen Mordes ermittelt wird.
22.04.2009 - Wien (APA)
Österreich/Ungarn/Kriminalität/Polizei/CEE
Medien: Leiche der Tierschützerin Eva Rhodes in Ungarn gefunden?
Utl.: Polizei von Györ verweist auf Pressekonferenz zum Fall Rhodes am Donnerstag
Budapest (APA) - Die sterblichen Überreste der seit rund sieben Monaten in Ungarn verschwundenen Tierschützerin und britischen Staatsbürgerin Eva Rhodes könnten nach einem Bericht der ungarischen Tageszeitung "Nepszabadsag" (Online) gefunden worden sein. Die Polizei habe einen Verdächtigten verhaftet. Die 65-jährige Schwester der österreichischen Abrüstungsaktivistin Judith Majlath war seit September 2008 vermisst. Der Fundort soll in der Nähe des ehemaligen Tierheimes von Eva Rhodes in Böny bei Györ liegen.
Die Sprecherin des Polizeipräsidiums des Komitats Györ-Moson-Sorpon, Tünde Kocsics, verwies auf Anfrage der APA lediglich auf "neue Entwicklungen" im Fall Rhodes, die im Rahmen einer Pressekonferenz der Behörde am Donnerstag bekanntgegeben würden. Judith Majlath sagte auf Anfrage, sie habe mit der ungarischen Polizei vereinbart, bis morgen keine öffentlichen Erklärungen abzugeben. Sie sei morgen von der Polizei nach Györ eingeladen worden.
Eva Rhodes war im September des Vorjahres in Westungarn spurlos verschwunden. Rhodes hatte sich als Tierschützerin einen Namen gemacht und betrieb in der Nähe der westungarischen Stadt Györ ein Tierheim. Ihre Schwester Judith Majlath hatte seit Monaten gefordert, dass im Zusammenhang mit dem Verschwinden ihrer Schwester Ermittlungen wegen Mordverdachts eingeleitet werden sollten. Die Polizei in Györ hatte dies mit der Begründung abgelehnt, die Indizien für ein Gewaltverbrechen seien nicht ausreichend. Zuletzt war Majlath vom Chef der örtlich zuständigen Polizeibehörde sogar mit einer Verleumdungsklage bedroht worden, weil sie die Polizeiarbeit kritisiert hatte.
25.03.2009 - Wien (APA)
Österreich/Ungarn/Kriminalität/Polizei/CEE
Ungarn - Verwirrspiel um verschwundene Tierschützerin Eva Rhodes
Utl.: Polizeigeneral droht Schwester der Verschwundenen mit Anzeige, weil sie die Polizeiarbeit kritisiert=
Wien (APA) - Der Fall der seit über sechs Monaten in Ungarn verschwundenen Tierschützerin und englischen Staatsbürgerin Eva Rhodes wird zum tragischen Verwirrspiel. Der Chef der örtlich zuständigen Polizeibehörde, Arpad Szabadfi, drohte nach einem Bericht der ungarischen Tageszeitung "Blikk" der Schwester der Verschwundenen, der österreichischen Abrüstungsaktivistin Judith Majlath, mit einer Anzeige, weil sie die Polizeiarbeit kritisiert hatte. Der Antrag Majlaths an die Polizeibehörden, Morduntersuchungen wegen des Verschwindens der Schwester einzuleiten, wurde unterdessen abgelehnt.
Die lokale Zeitung "Kisalföld" berichtete unter der Schlagzeile "Der General zeigt an wegen Kritik" über die Absicht des Polizeigenerals, gegen die unbequeme Kritikerin vorzugehen. "Der Polizeigeneral Szabadfi Arpad erstattet Anzeige gegen Judith Majlath, weil sie die Polizeiarbeit bei der Suche nach ihrer Schwester Eva Rhodes kritisiert, da die Familie überzeugt ist, dass nicht alles getan wird, Eva Rhodes aufzufinden", schreibt das Blatt.
Majlath wurde am Dienstag weiters informiert, dass die Polizeibehörden von Györ ihren Antrag vom 9. März 2009 abgelehnt hätten, wegen Mordes im Fall Eva Rhodes zu ermitteln. Die Ablehnung des detaillierten Antrages erfolgte mit der Begründung, dass es keine Verdachtsmomente gebe, die auf eine Ermordung von Eva Rhodes schließen ließen.
Die Schwester der Verschwundenen, Leiterin der österreichischen Sektion der mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichneten "Internationalen Kampagne gegen Landminen" und der "Internationalen Koalition gegen Streubomben", ist über die neuen Nachrichten aus Györ fassungslos. "Ich verstehe die Welt nicht mehr. Ich erstatte Anzeige gegen unbekannte Täter mit einer Liste von Hinweisen auf Anraten der Polizei und werde dafür in Györ vom Polizeichef mit einer Anzeige bedroht, weil ich die Erfolglosigkeit beim Auffinden meiner Schwester international kritisiere. Wir leben in einem offenen Europa ohne Grenzen. Die Polizei gibt selber zu, dass sie im Dunklen tappt."
Die Polizei habe "absolut keine Beweise" vorgelegt, dass Eva Rhodes nicht einem Mord zum Opfer gefallen sei. Trotzdem werde seit über sechs Monaten stereotyp behauptet, dass kein Gewaltverbrechen vorliege. Auch eine Zusammenarbeit mit englischen Ermittlern des Scotland Yard habe bisher nicht stattgefunden.
In Györ werde gegen ihre verschwundene Schwester und deren Tochter nach wie vor in einer Causa prozessiert, wegen der Ungarn vom Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verurteilt worden sei, kritisierte Majlath. "Sie suchen die Verschwundene mit einem Haftbefehl - nicht als mögliches Mordopfer." Nach der von der Polizei empfohlenen Anzeige gegen unbekannt werde noch immer nicht wegen Mordes ermittelt, sondern die "Anzeigerin" werde wegen Kritik an der Polizei angezeigt. "Ich fasse es nicht. Das wirft Fragen auf", sagt Majlath.
Sie würde gerne "Loblieder auf die Polizeiarbeit singen", ihre Schwester begraben und Ungarn wie 1956 für immer verlassen, meinte Majlath gegenüber der APA. Durch die Drohung mit einer Anzeige wegen Kritik an der Arbeit der Polizei fühle sie sich in die Zeiten des Kommunismus zurückversetzt. Sie werde jedenfalls nicht aufhören, von Ihrem Recht auf freie Rede Gebrauch zu machen.
12.03.2009 - Wien (APA)
Österreich/Ungarn/Großbritannien/Kriminalität/CEE
Fall Eva Rhodes - Rifkind fordert Miliband zum Handeln auf
Utl.: Britischer Ex-Außenminister kritisiert Foreign Office - Forderung nach Einbindung von Scotland Yard in die Ermittlungen =
Wien/London (APA) - Der britische Außenminister David Miliband gerät wegen der Haltung seines Ministeriums im Fall der seit sechs Monaten in Ungarn vermissten britischen Staatsbürgerin Eva Rhodes innenpolitisch unter Druck. Der prominente Tory-Abgeordnete und Ex-Außenminister Malcolm Rifkind kritisierte den Labour-Ressortchef in einem Schreiben dafür, dass das britische Foreign und Commonwealth Office seit Monaten lediglich den Standpunkt der ungarischen Behörden wiederhole und nichts getan habe, damit Scotland Yard in die Ermittlungen eingeschaltet wird.
Das Argument Milibands, das es sich nicht um einen Mordfall, sondern um den Fall einer Vermissten handle, bezeichnet Rifkind in dem der APA in Kopie vorliegenden Schreiben als "sehr beunruhigend". Eine wachsende Anzahl von Hinweisen berechtige zu der Annahme, dass die vor sechs Monaten verschwundene Eva Rhodes ermordet worden sei oder "unter vergleichbaren Umständen ihr Leben verloren" habe. Es gebe viele Hinweise, dass sie niemals die Tiere ihres Tierheims aufgegeben hätte, um einfach zu verschwinden, betonte Rifkind.
Maßgebliche ungarische Polizeioffiziere hätten gegenüber der Schwester der Verschwundenen, der österreichischen Abrüstungsaktivistin Judith Majlath, betont, dass es keine Einwände gegen eine Zusammenarbeit mit der britischen Polizei gebe. Im Fall der monatelang vermissten und dann in der Donau tot aufgefundenen französischen Studentin Ophelie Bretnacher habe es es eine Zusammenarbeit zwischen den ungarischen und den französischen Behörden gegeben. Diese Zusammenarbeit sei auf französischen Wunsch zustande gekommen, während London im Fall Eva Rhodes bisher keinen derartigen Wunsch geäußert habe, kritisierte Rifkind.
Er sei sich bewusst, schreibt Rifkind weiter, dass für eine solche Polizeizusammenarbeit ein formelles ungarisches Ansuchen über Interpol erforderlich sei. Deshalb ersuche er Miliband, der ungarischen Seite "in nachdrücklicher Form zu vermitteln", dass ein solches Ansuchen höchst willkommen sei und dass es um das Verschwinden einer britischen Staatsbürgerin gehe.
Zuvor hatte Außenminister auf die Verantwortung der ungarischen Behörden für die Untersuchung des Verschwindens der britischen Tierschützerin hingewiesen. Britische Polizeieinheiten wie Scotland Yard könnten in derartigen Fällen nur auf Ersuchen der Regierung des jeweiligen Landes aktiv werden, betonte Miliband in einem Schreiben an Rifkind, der den Außenminister nach dem Stand der Ermittlungen im Fall Eva Rhodes gefragt hatte.
Judith Majlath hat unterdessen in Ungarn Anzeige wegen Mordes gegen unbekannt eingebracht. Sie wirft der ungarischen Polizei vor, "katastrophal nachlässig" ermittelt zu haben und zahlreiche Hinweise auf ein Gewaltverbrechen zu ignorieren. So sei Eva Rhodes noch am Tag vor ihrem Verschwinden bedroht worden. "Ich habe dieses Pingpong-Spiel satt. Ich fordere die ungarischen Behörden auf, nach sechs Monaten Ergebnislosigkeit endlich wegen eines Gewaltverbrechens zu ermitteln und Scotland Yard zur Mitwirkung einzuladen, da es um den Tod einer britischen Staatsbürgerin geht", betonte Majlath gegenüber der APA.
03.2009 - Vienna Online
Fall Eva Rhodes - Gesuchte wurde am Tag vor ihrem Verschwinden bedroht
Die Tierschützerin Eva Rhodes, die im September 2008 in Westungarn spurlos verschwunden ist, wurde einen Tag vor ihrem Verschwinden bedroht. Ihre Schwester erhebt nun neue Vorwürfe: Die ungarische Polizei ermittelt nicht wegen Mordes, sondern fahndet über Interpol nach dem Opfer.
Eva Rhodes' Schwester, die österreichische Abrüstungsaktivistin Judith Majlath, berichtete am Montag nach wochenlangen Recherchen in Györ und Budapest, dass eine ungarische Journalistin des Senders RTL namens Andrea A. erklärt habe, Eva Rhodes habe ihr in einem Telefonat am Vortag des Verschwindens gesagt, dass sie Angst habe und dass sie bedroht werde. Sie habe die Journalistin um ein Interview ersucht. Andrea A. hatte zuvor mehrfach über das Tierheim von Eva Rhodes nahe Györ berichtet.
Judith Majlath erhob neuerlich schwere Vorwürfe gegen die ungarische Polizei- und Strafverfolgungsbehörden. Die ungarischen Behörden hätten sich nicht nur geweigert, wegen Mordes an ihrer vor über fünf Monaten im Raum Györ verschwundenen Schwester zu ermitteln, sondern würden wegen eines durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte obsolet gewordenen Strafverfahrens einen Interpol-Haftbefehl gegen die Verschwundene betreiben. "Das ist ein Skandal. Sie verfolgen nicht die Spuren, die auf die Ermordung von Eva hindeuten, sie verfolgen über Interpol die Theorie, dass meine Schwester untergetaucht ist", zeigte sich Majlath gegenüber der APA erschüttert.
Majlath, die die österreichische Sektion der Internationalen Kampagnen gegen Antipersonenminen sowie gegen Streumunition leitet, kündigte eine Anzeige wegen Mordes gegen unbekannt in Ungarn an, in der alle Hinweise auf ein Gewaltverbrechen nochmals aufgelistet würden. Die Polizei von Györ habe es nach dem Verschwinden ihrer Schwester verabsäumt, Spuren zu sichern. Nach einer "Alibi-Suchaktion für die TV-Kameras" am 9. Oktober habe sie selbst Hundeführer der ungarischen Suchstaffel "Spider" mit Hunden, die auf die Suche nach Leichen dressiert waren, beauftragt, berichtete Majlath. Drei Hunde hätten voneinander unabhängig auf dem Rücksitz des Land Rover Discovery von Eva Rhodes angeschlagen - offenkundig wegen Leichengeruchs. Die Polizei aber habe den Wagen bis heute nicht vollständig untersucht und der Hundeführer sei erst im Februar, also fünf Monate nach dem Verschwinden, befragt worden. "Eine unfassbare Nachlässigkeit", beklagte Majlath.
Die in der Gegend befindlichen Schotterbänke, die für das Verschwindenlassen einer Leiche geeignet wären, wurden bis heute nicht untersucht. Die Suche nach einem jungen Roma, mit dem Eva Rhodes gesehen worden sei und von dem sogar das Foto einer Überwachungskamera existiere, sei nur halbherzig erfolgt. Bis dato gebe es keine Namensliste der Anrufe am Handy von Eva Rhodes.
Aufklärungsbedürftig findet Majlath auch die Rolle eines ungarischen Polizeibeamten, der bei einer Amtshandlung im Tierheim ihrer Schwester in Böny nahe Györ im Oktober 2002 gegen Eva Rhodes und ihre Tochter gewalttätig geworden sei. Dieser Zwischenfall habe zu einer Verurteilung Ungarns durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg wegen unangemessener Polizeigewalt geführt, betonte Majlath. Derselbe Zwischenfall sei in Ungarn zum Gegenstand einer Anzeige gegen Eva Rhodes gemacht worden, die wenige Tage nach ihrem Verschwinden in Györ hätte verhandelt werden sollen. Die ungarischen Behörden werfen Rhodes vor, ihrerseits Gewalt gegen den Polizisten angewandt zu haben. "Die haben den Spieß umgedreht. Die wollen Eva gar nicht finden", sagte Majlath dazu. Der Polizist wurde nach Angaben der Polizei in Györ vor kurzem im Alter von 40 Jahren pensioniert. "Das wirft viele Fragen auf", meinte Majlath.
Nach Ansicht eines Rechtsexperten der Universität Wien wirft die Prozessführung des Strafverfahrens gegen Eva Rhodes Probleme im Zusammenhang mit dem Recht auf ein faires Verfahren nach Artikel 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention auf. Einerseits gebe es Berichte über "ein außergewöhnlich gutes Einvernehmen zwischen der Anklage und der zuständigen Richterin", andererseits habe die Verteidigung offensichtlich keine Möglichkeit gehabt, den Polizeibeamten zu befragen. "Wenn der Polizeibeamte als entscheidender Zeuge von der Verteidigung nie befragt werden konnte - oder man dies von Seiten ungarischer Stellen nicht wollte -, bestehen ernsthafte menschenrechtliche Bedenken, denn damit wird der verfahrensrechtliche Grundsatz der Waffengleichheit zwischen Anklage und Verteidigung ad absurdum geführt", merkte der Wiener Völkerrechtler Alexander Breitegger nach Durchsicht der Unterlagen an.
Eva Rhodes ist im Zusammenhang mit der Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes 1956 nach Österreich geflüchtet und hat die britische Staatsbürgerschaft angenommen. Später war sie nach Ungarn zurückgekehrt und hatte in der Nähe von Györ ein Tierheim eingerichtet. Seit dem 10. September 2008 ist sie verschwunden.
24.02.2009 - Wien (APA)
Österreich/Ungarn/Kriminalität/Polizei/CEE
Fall Eva Rhodes - Gesuchte wurde am Tag vor ihrem Verschwinden bedroht
Utl.: Schwester erhebt neue Vorwürfe: Ungarische Polizei ermittelt nicht wegen Mordes, sondern fahndet über Interpol nach dem Opfer=
Wien (APA) - Die englische Staatsbürgerin und Tierschützerin Eva Rhodes, die im September des Vorjahres in Westungarn spurlos verschwunden ist, wurde einen Tag vor ihrem Verschwinden bedroht. Ihre Schwester, die österreichische Abrüstungsaktivistin Judith Majlath, berichtete am Samstag nach wochenlangen Recherchen in Györ und Budapest, dass eine ungarische TV-Journalistin des Senders RTL namens Andrea A. erklärt habe, Eva Rhodes habe ihr in einem Telefonat am Vortag des Verschwindens gesagt, dass sie Angst habe und dass sie bedroht werde. Sie habe um ein Interview ersucht. Die Journalistin hatte zuvor mehrfach über das Tierheim von Eva Rhodes nahe Györ berichtet.
Judith Majlath erhob neuerlich schwere Vorwürfe gegen die ungarische Polizei- und Strafverfolgungsbehörden. Die ungarischen Behörden hätten sich nicht nur geweigert, wegen Mordes an ihrer vor über fünf Monaten im Raum Györ verschwundenen Schwester zu ermitteln, sondern würden wegen eines durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) obsolet gewordenes Strafverfahren über Interpol einen Haftbefehl gegen die Verschwundene betreiben. "Das ist ein Skandal. Sie verfolgen nicht die Spuren, die auf die Ermordung von Eva hindeuten, sie verfolgen über Interpol die Theorie, dass meine Schwester untergetaucht ist", zeigte sich Majlath gegenüber der APA erschüttert.
Majlath, die die österreichische Sektion der Internationalen Kampagnen gegen Antipersonenminen sowie gegen Streumunition leitet, kündigte eine Anzeige wegen Mordes gegen unbekannt in Ungarn an, in der alle Hinweise auf ein Gewaltverbrechen nochmals aufgelistet würden. Die Polizei von Györ habe es nach dem Verschwinden ihrer Schwester verabsäumt, Spuren zu sichern. Nach einer "Alibi-Suchaktion für die TV-Kameras" am 9. Oktober habe sie selbst Hundeführer der ungarischen Suchstaffel "Spider" mit Hunden, die auf die Suche nach Leichen dressiert waren, beauftragt, berichtete Majlath. Drei Hunde hätten voneinander unabhängig auf dem Rücksitz des Land Rover Discovery von Eva Rhodes angeschlagen. Die Polizei aber habe den Wagen bis heute nicht vollständig untersucht und der Hundeführer sei erst im Februar, also fünf Monate nach dem Verschwinden, befragt worden. "Eine unfassbare Nachlässigkeit", beklagte Majlath.
Die in der Gegend befindlichen Schotterbänke, die für das Verschwindenlassen einer Leiche prädestiniert wären, wurden bis heute nicht untersucht. Die Suche nach einem jungen Roma, mit dem Eva Rhodes gesehen worden sei und von dem sogar das Foto einer Überwachungskamera existiere, sei nur halbherzig erfolgt. Bis dato gebe es keine Namensliste der Anrufe am Handy von Eva Rhodes.
Aufklärungsbedürftig findet Majlath auch die Rolle eines ungarischen Polizeibeamten, der bei einer Amtshandlung im Tierheim ihrer Schwester in Böny nahe Györ im Oktober 2002 gegen Eva Rhodes und ihre Tochter gewalttätig geworden sei. Dieser Zwischenfall habe zu einer Verurteilung Ungarns durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg wegen unangemessener Polizeigewalt geführt, betonte Majlath. Derselbe Zwischenfall sei in Ungarn zum Gegenstand einer Anzeige gegen Eva Rhodes gemacht worden, die wenige Tage nach ihrem Verschwinden in Györ hätte verhandelt werden sollen. Die ungarischen Behörden werfen Rhodes vor, ihrerseits Gewalt gegen den Polizisten angewandt zu haben. "Die haben den Spieß umgedreht. Die wollen Eva gar nicht finden", sagte Majlath dazu. Der Polizist wurde nach Angaben der Polizei in Györ vor kurzem im Alter von 40 Jahren pensioniert. "Das wirft viele Fragen auf," meinte Majlath.
Nach Ansicht eines Rechtsexperten der Universität Wien wirft die Prozessführung des Strafverfahrens Probleme im Zusammenhang mit dem Recht auf ein faires Verfahren nach Artikel 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention auf. Einerseits gebe es Berichte über "ein außergewöhnlich gutes Einvernehmen zwischen der Anklage und der zuständigen Richterin", andererseits habe die Verteidigung offensichtlich keine Möglichkeit gehabt, den Polizeibeamten zu befragen. "Wenn der Polizeibeamte als entscheidender Zeuge von der Verteidigung nie befragt werden konnte - oder man dies von Seiten ungarischer Stellen nicht wollte -, bestehen ernsthafte menschenrechtliche Bedenken, denn damit wird der verfahrensrechtliche Grundsatz der Waffengleichheit zwischen Anklage und Verteidigung ad absurdum geführt", merkte der Wiener Völkerrechtler Alexander Breitegger nach Durchsicht der Unterlagen an.
Eva Rhodes ist im Zusammenhang mit der Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes 1956 nach Österreich geflüchtet und hat die britische Staatsbürgerschaft angenommen. Später war sie nach Ungarn zurückgekehrt und hatte in der Nähe von Györ ein Tierheim eingerichtet. Seit dem 10. September 2008 ist sie verschwunden.

24.02.2009
Fall Eva Rhodes - Gesuchte wurde am Tag vor ihrem Verschwinden bedroht
Schwester erhebt neue Vorwürfe: Ungarische Polizei ermittelt nicht wegen Mordes, sondern fahndet über Interpol nach dem Opfer
Deie englische Staatsbürgerin und Tierschützerin Eva Rhodes, die im September des Vorjahres in Westungarn spurlos verschwunden ist, wurde einen Tag vor ihrem Verschwinden bedroht. Ihre Schwester, die österreichische Abrüstungsaktivistin Judith Majlath, berichtete am Montag nach wochenlangen Recherchen in Györ und Budapest, dass eine ungarische Journalistin des Senders RTL namens Andrea A. erklärt habe, Eva Rhodes habe ihr in einem Telefonat am Vortag des Verschwindens gesagt, dass sie Angst habe und dass sie bedroht werde. Sie habe die Journalistin um ein Interview ersucht. Andrea A. hatte zuvor mehrfach über das Tierheim von Eva Rhodes nahe Györ berichtet.
Judith Majlath erhob neuerlich schwere Vorwürfe gegen die ungarische Polizei- und Strafverfolgungsbehörden. Die ungarischen Behörden hätten sich nicht nur geweigert, wegen Mordes an ihrer vor über fünf Monaten im Raum Györ verschwundenen Schwester zu ermitteln, sondern würden wegen eines durch ein Urteil des Europäischen Gerichtshofes für Menschenrechte obsolet gewordenen Strafverfahrens einen Interpol-Haftbefehl gegen die Verschwundene betreiben. "Das ist ein Skandal. Sie verfolgen nicht die Spuren, die auf die Ermordung von Eva hindeuten, sie verfolgen über Interpol die Theorie, dass meine Schwester untergetaucht ist", zeigte sich Majlath gegenüber der APA erschüttert.
"Alibi-Suchaktion für die TV-Kameras"
Majlath, die die österreichische Sektion der Internationalen Kampagnen gegen Antipersonenminen sowie gegen Streumunition leitet, kündigte eine Anzeige wegen Mordes gegen unbekannt in Ungarn an, in der alle Hinweise auf ein Gewaltverbrechen nochmals aufgelistet würden. Die Polizei von Györ habe es nach dem Verschwinden ihrer Schwester verabsäumt, Spuren zu sichern. Nach einer "Alibi-Suchaktion für die TV-Kameras" am 9. Oktober habe sie selbst Hundeführer der ungarischen Suchstaffel "Spider" mit Hunden, die auf die Suche nach Leichen dressiert waren, beauftragt, berichtete Majlath. Drei Hunde hätten voneinander unabhängig auf dem Rücksitz des Land Rover Discovery von Eva Rhodes angeschlagen - offenkundig wegen Leichengeruchs. Die Polizei aber habe den Wagen bis heute nicht vollständig untersucht und der Hundeführer sei erst im Februar, also fünf Monate nach dem Verschwinden, befragt worden. "Eine unfassbare Nachlässigkeit", beklagte Majlath.
Die in der Gegend befindlichen Schotterbänke, die für das Verschwindenlassen einer Leiche geeignet wären, wurden bis heute nicht untersucht. Die Suche nach einem jungen Roma, mit dem Eva Rhodes gesehen worden sei und von dem sogar das Foto einer Überwachungskamera existiere, sei nur halbherzig erfolgt. Bis dato gebe es keine Namensliste der Anrufe am Handy von Eva Rhodes.
Verurteilung wegen Polizeitgewalt
Aufklärungsbedürftig findet Majlath auch die Rolle eines ungarischen Polizeibeamten, der bei einer Amtshandlung im Tierheim ihrer Schwester in Böny nahe Györ im Oktober 2002 gegen Eva Rhodes und ihre Tochter gewalttätig geworden sei. Dieser Zwischenfall habe zu einer Verurteilung Ungarns durch den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg wegen unangemessener Polizeigewalt geführt, betonte Majlath. Derselbe Zwischenfall sei in Ungarn zum Gegenstand einer Anzeige gegen Eva Rhodes gemacht worden, die wenige Tage nach ihrem Verschwinden in Györ hätte verhandelt werden sollen. Die ungarischen Behörden werfen Rhodes vor, ihrerseits Gewalt gegen den Polizisten angewandt zu haben. "Die haben den Spieß umgedreht. Die wollen Eva gar nicht finden", sagte Majlath dazu. Der Polizist wurde nach Angaben der Polizei in Györ vor kurzem im Alter von 40 Jahren pensioniert. "Das wirft viele Fragen auf," meinte Majlath.
Nach Ansicht eines Rechtsexperten der Universität Wien wirft die Prozessführung des Strafverfahrens gegen Eva Rhodes Probleme im Zusammenhang mit dem Recht auf ein faires Verfahren nach Artikel 6 der Europäischen Menschenrechtskonvention auf. Einerseits gebe es Berichte über "ein außergewöhnlich gutes Einvernehmen zwischen der Anklage und der zuständigen Richterin", andererseits habe die Verteidigung offensichtlich keine Möglichkeit gehabt, den Polizeibeamten zu befragen. "Wenn der Polizeibeamte als entscheidender Zeuge von der Verteidigung nie befragt werden konnte - oder man dies von Seiten ungarischer Stellen nicht wollte -, bestehen ernsthafte menschenrechtliche Bedenken, denn damit wird der verfahrensrechtliche Grundsatz der Waffengleichheit zwischen Anklage und Verteidigung ad absurdum geführt", merkte der Wiener Völkerrechtler Alexander Breitegger nach Durchsicht der Unterlagen an.
Eva Rhodes ist im Zusammenhang mit der Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes 1956 nach Österreich geflüchtet und hat die britische Staatsbürgerschaft angenommen. Später war sie nach Ungarn zurückgekehrt und hatte in der Nähe von Györ ein Tierheim eingerichtet. Seit dem 10. September 2008 ist sie verschwunden. (APA)
salzburger nachrichten (09.01.2009)
09.01.2009 - Wien (APA)
Österreich/Ungarn/Frankreich/Kriminalität/Polizei/CEE
Ungarn - Belohnung im Fall der verschwundenen Eva Rhodes ausgesetzt
Utl.: Schwester von Gewaltverbrechen überzeugt - TV-Sender: In Ungarn derzeit 4500 Ausländer vermisst =
Wien (APA) - Von der britischen Tierschutzaktivistin Eva Rhodes fehlt in Ungarn auch vier Monate nach ihrem Verschwinden jede Spur. Die Polizei, die nach wie vor nicht wegen eines Gewaltverbrechens ermittelt, tappt offenbar im Dunkeln. Die Schwester der seit 10. September 2008 Verschwundenen, die Österreicherin Judith Majlath, ist im Gespräch mit der APA verzweifelt, weil die Polizeibehörden der ungarischen Stadt Györ offenbar planen, die Akte zu schließen. Immerhin wurde diese Woche eine Belohnung in Höhe von einer Million Forint (3.680 Euro) für das Auffinden der Verschwundenen ausgesetzt.
"Es gibt so viele Indizien, dass meine Schwester ermordet wurde. Warum wird nicht wegen eines Gewaltverbrechens ermittelt", fragt Majlath. Die Polizei von Györ sei für eine "unglaubliche Nachlässigkeit" verantwortlich. Das Tierheim ihrer Schwester in Böny sei regelrecht ausgeplündert worden, die Polizei habe gegen die Diebstähle und den Vandalismus nichts unternommen. "Die Diebe werden von der Polizei überhaupt nicht verfolgt, man konnte im Haus geradezu auf sie warten", sagte Majlath, die in den letzten Wochen immer wieder nach Györ gefahren ist. Selbsternannte Tierschützer hätten das Grundstück bereits am 19. September regelrecht gestürmt, die Tiere mitgenommen und verkauft - zum Teil auch nach Österreich, kritisierte Majlath. Allfällige Spuren seien dabei vernichtet worden.
Majlath verweist auf Parallelen zwischen dem Verschwinden Ihrer Schwester und dem Verschwinden der französischen Studentin Ophelie Bretnacher, die sich im Rahmen eines Erasmus-Studentenaustauschprogrammes in Ungarn aufgehalten hatte und am 4. Dezember zum letzten Mal in Budapest gesehen wurde. In diesem Fall gingen die ungarischen Ermittler von einem Selbstmord aus, obwohl die Eltern und Freunde des Mädchens diese Hypothese für abwegig hielten, verwies Majlath auf jüngste Medienberichte. Die ungarische Polizei hatte erst am Dienstag laut Nachrichtenagentur MTI erklärt, es gebe keine Hinweise auf ein Verbrechen. Eine Anzeige der Eltern wegen Entführung wurde abgewiesen.
Sie habe diese Woche mit dem Vater von Ophelie Bretnacher telefoniert und über die Möglichkeiten einer gemeinsame Pressearbeit gesprochen, berichtete Majlath. Es sei "erschütternd", dass die Eltern der französischen Studentin mit nahezu denselben Argumenten "abgespeist werden". Die Polizei argumentiere in beiden Fällen, dass die Causa erst dann als Kriminalfall untersucht werden könne, wenn Beweise für ein Gewaltverbrechen vorlägen. "Wie kann man Kriminalbeweise finden, wenn man nicht danach sucht", fragt Majlath.
Der ungarische Fernsehsender TV2 habe kürzlich berichtet, dass in Ungarn 4500 Ausländer vermisst würden. Im Falle ihrer Schwester und bei Ophelie Bretnacher hätten die Polizeibehörden jedoch behauptet, es handle sich um "absolute Einzelfälle". "Die wollen das Verschwinden von Menschen offenbar unter den Teppich kehren", kommentierte Majlath bitter. Die Abrüstungsaktivistin, die sich für ein Verbot von Antipersonenminen und Streubomben einsetzt, reist am Samstag zu Kontakten mit den britischen Behörden nach London.
Eva Rhodes ist im Zusammenhang mit der Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes 1956 nach Österreich geflüchtet und hat später die britische Staatsbürgerschaft angenommen. Später war sie nach Ungarn zurückgekehrt und hatte in der Nähe von Györ ein Tierheim eingerichtet. Seit dem 10. September ist sie verschwunden.
kurier (20.12.2008)
23.12.2008 - Wien (APA)
Kriminalität/Vermisste/Österreich/Ungarn/CEE
Schwester der vermissten Eva Rhodes: Vorwürfe gegen Polizei in Ungarn
Utl.: Polizei in Györ ermittelt nicht wegen eines Gewaltverbrechens, sondern sucht immer noch nach einer Vermissten
Wien (APA) - Die Schwester der seit 10. September in der Nähe des ungarischen Györ spurlos verschwundenen Eva Rhodes, die Abrüstungsaktivistin Judith Majlath, erhebt schwere Vorwurfe gegen die polizeilichen Ermittlungen in Ungarn. Die für den Raum Györ örtlich zuständigen Polizeibehörden würden noch immer nicht in Richtung eines Gewaltverbrechens ermitteln, sondern hätten vor wenigen Tagen den Status der Tierschützerin Eva Rhodes als "vermisste Person" um ein weiteres Monat verlängert, kritisierte die Direktorin der österreichischen Sektion der internationalen Bewegung gegen Anti-Personenminen und Clusterbomben am Montag im Gespräch mit der APA.
Mitarbeiter der britischen Polizeibehörde Scotland Yard - Eva Rhodes ist oder war britische Staatsbürgerin - hätten im Zusammenhang mit den polizeilichen Ermittlungen in Ungarn durchblicken lassen, dass es in Ungarn offenbar "schwere Versäumnisse" gegeben habe. Sie sei fassungslos, dass der Status als Vermisste den vorliegenden Hinweisen auf ein Gewaltverbrechen zum Trotz jetzt schon auf insgesamt vier Monate verlängert worden sei, sagte Majlath. Die für den Fall in Györ zuständige Polizeibeamtin habe ihr gegenüber angekündigt, sie werde auf Grund der notwendigen Ermittlungen im Fall Eva Rhodes Englisch lernen, zeigte sich Majlath erschüttert. "Der Fall wird dort Low Key, auf sehr niedrigem Niveau gespielt."
Die Polizei in Györ argumentiere damit, dass es bereits am 9. Oktober - ein Monat nach dem Verschwinden - in der Umgebung des Tierheims ihrer Schwester eine großangelegte Suchaktion gegeben habe. Sie selbst sei bei dieser Aktion, bei der viele Fahrzeuge und rund 80 Polizisten, aber nur zwei Suchhunde eingesetzt worden seien, anwesend gewesen und habe den Eindruck gewonnen, dass es sich um "eine inszenierte Medienshow" für die anwesenden TV-Teams gehandelt habe. "Das war eine Farce fürs Fernsehen. Ich hätte mir weniger TV-Teams und mehr Suchhunde gewünscht", kritisierte Majlath. In den Schotterbänken, die es in der Gegend gebe, sei gar nicht gesucht worden. Zudem sei durch diese Polizeiaktion offenbar so viel Budget verbraucht worden, dass heute nicht einmal Steckbriefe gedruckt werden könnten.
Sie habe sich dann selbst darum gekümmert, dass Hundeführer mit Hunden, die für die Suche nach Leichen ausgebildet waren, das Fahrzeug Ihrer Schwester untersucht hätten. Auf dem Rücksitz hätten drei Hunde unabhängig voneinander angeschlagen. Der Schlüssel steckte noch im Zündschloss. Dies sei aber nicht der einzige Hinweis, dass ihre Schwester einem Gewaltverbrechen zum Opfer gefallen sein könnte, führte Majlath aus. Eva Rhodes sei zuletzt am 10. September 2008 gesehen worden. Seither gebe es kein Telefonat und kein Lebenszeichen. Das Büro sei durchwühlt und ein Laptop entwendet worden. Sie halte es für undenkbar, dass ihre Schwester die Hunde und Katzen auf ihrem Hof freiwillig im Stich gelassen habe, sagte Majlath.
Seit dem "Verschwinden" sei das Anwesen geplündert worden, "die Polizei schützt das Haus nicht". Judith Majlath weist darauf hin, dass Ungarn ein Verfahren vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Straßburg wegen unverhältnismäßigen Einschreitens der örtlichen Polizeibehörden im Oktober 2002 gegen ihre Schwester und deren Tochter wegen einer angeblichen Lärmbelästigung durch das Tierheim verloren habe. Der Gerichtshof habe den ungarischen Staat damals zu einer finanziellen Entschädigung von Euro 3000 und zu einem Kostenersatz von Euro 3500 verurteilt. "Sie können sich vorstellen, wie die Polizei in Györ zu meiner Schwester steht. Die wollen sie gar nicht finden", sagte Majlath.
Eva Rhodes ist im Zusammenhang mit der Niederschlagung des Ungarn-Aufstandes durch sowjetische Truppen 1956 nach Österreich geflüchtet und hat später die britische Staatsbürgerschaft angenommen. Zuletzt hatte die 65-Jährige einem Bekannten anvertraut, sie werde nach Großbritannien reisen, um sich die Bandscheiben behandeln zu lassen. Aus diesem Grund hat sie einen jungen Mann, der am 10. September mit ihr im Auto gesehen wurde, beauftragt, sich um die Tiere zu kümmern. Seit dem 10. September ist sie ebenso verschwunden wie dieser junge Mann.
Die Suche nach Eva Rhodes im Internet: www.csizmaskandur.com
|